M. Michelbertas:

Neue funde der norisch-pannonischen Fibeln in Litauen

Die Handelsbeziehungen zwischen dem römischen Reich und dem Territorium des heutigen Litauens werden von mehreren Forshern erörtert. Über die Gegenstände des römischen Imports aus dem norisch-pannonischen Gebiet auf dem Territorium Litauens schrieben J. Döring, J.R. Aspelin, J. Puzinas, H.J. Eggers, M. Michelbertas, W. Nowakowski. Unter den Funden des Imports aus dem Mitteldonaugebiet finden sich die kräftig profilierten Fibeln der Typen A 67, A 69, die Flügfibeln der Typen A 238r und 238m. Alle diese Gegenstände sind bis jetzt im Hügelgräberfelder emaitijas und Nordlitauens, im Gräberfelder Zentrallitauens gefunden worden. Die neuen Funde der römischen Fibeln sind auch aus Territorium der Gräberfelder im Unterlauf des Nemunas und der Gräberfelder Westlitauens bekannt.

Im Jahre 1990 im Gräberfeld Pailgotis (Rayon Šilale) was ein Fragment der großen bronzenen Fibel gefunden. Dieses Fragment möchten wir zum Flügelfibeln des Typs A 238r zuzurechnen. 1997 war eine bronzene kräftig profilierte Fibel des Typs A 69 in die arch(ologische Abteilung des National-Museums Litauens (Vilnius) gelangt. Diese Fibel ist im Gräberfeld Barzunai (Rayon Šilute) gefunden wurde. Eine große bronzene Fibel des Typs A 69 befinder sich in Museum des Klein-Litauens (Klaipeda). Wahrsheinlich war diese Fibel vor dem zweiten Weltkrieg in der Umgebung der Stadt Klaipeda gefunden worden. Die Fibel war bisher nicht veröffentlicht worden.

Die neue Funde der norisch-pannonischen Fibeln vertiefert unsere Kenntnisse über die Kontakte zwischen den römischen Provinzen (Noricum und Pannonien) und den westbaltischen Stämmen in Zeitstufe B1 und B2, über das Bernsteinhandel.